Der Autor: Dr. Christian Brehmer

Christian Brehmer lebt in Melle, Niedersachsen, ist Rentner, verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.

In jungen Jahren bin ich nach Australien ausgewandert.  In New South Wales habe ich auf einer Schaffarm gearbeitet,  in Tasmanien Äpfel gepflückt, auf Heron Island im Großen Barriere Riff als Küchenjunge Geschirr gespült, und schließlich an der Sydney University Psychologie  studiert. Ich war auf der Suche. Mich beunruhigten vor allem die  Fragen „Wer bin ich?“ „ Woher komme ich?“ „Was soll ich hier auf diesem Planeten?“ Fand aber keine Antworten. Nach dem Studium trampte ich ins „Never Never Land“, die  trockene Weite im Herzen des Kontinents, ganz auf mich selbst gestellt. Zeit zur Bestandsaufnahme. Anschließend lebte ich in Nordaustralien  ein halbes Jahr unter den Ureinwohnern, den Aborigines, und begann über die Evolution des Menschen nachzudenken. Damals war ich bereits 32.

Dann zog es mich weiter. („Was war es, das mich da zog?“, frage ich mich im Nachhinein).  In Indonesien kam ich mit Schamanen in Kontakt – mit der Realität einer übersinnlichen Welt. Und in Indien waren es Yogis, die mich weiter führten. Eine erste Klärung meines Standortes kam in der Auseinandersetzung   mit der Philosophie Shri Aurobindos, dem Begründer des Integralen Yoga  und dem Visionär eines Menschen der Zukunft. In seinem Ashram in Pondicherry tauchte ich tief in die Meditation ein.

Zurückgekehrt nach Deutschland unterrichtete ich zunächst an einer Realschule in Bietigheim bei Stuttgart, stellte aber fest, dass unser Schulsystem von einem verkürzten Menschbild ausgeht. Es legt den Schwerpunkt auf die Ausbildung des Verstandes –  die Erweiterung des Bewusstseins als die seelische Dimension des Menschen bleibt auf der Strecke. Mir wurde klar, dass es die Unkenntnis der Seele ist, als eine Substanz reinen Bewusstseins, auf die alle Missstände in unserer Gesellschaft zurückzuführen sind. Folglich schied ich aus dem Beruf als Verstandestrainer aus und unterrichte fortan freiberuflich Yoga und Meditation. Gleichzeitig arbeitete ich an einer Dissertation, um meinen Erkenntnissen eine wissenschaftliche Grundlage zu geben.

Damals, ich war bereits 49, lernte ich auch meine Frau kennen. Uns verbindet eine tiefe Resonanz, die trotz herber Lernprozesse bis dato lebendig geblieben ist. Als unser Sohn zur Welt kam, musste ich für ein zusätzliches Einkommen sorgen. Ich übernahm den Aufbau und Leitung eines Snoezelen-Zentrums im Montessori-Haus in Melle. Dort erarbeitete ich u.a. Entspannungsprogramme wie das Power-Nickerchen (s. nebenstehendes  Bild, näheres unter „Angebote“), das ich bis heute nach meiner Verrentung neben Yoga und Meditation unterrichte. Gleichzeitig habe ich einen tiefenphilosophischen Arbeitskreis gegründet und gestalte ökumenische Meditations-Gottesdienste: Alles auf dem Wege zum integralen Bewusstsein, den wir alle gehen, bewusst oder unbewusst. Am besten gemeinsam. Integrales Bewusstsein verbindet die Menschen untereinander, mit ihrer Umwelt und mit ihrem Schöpfer. Es ist das Ziel jeglicher Handlung. Denn nirgend wo sonst findet der Mensch bleibende Erfüllung.



„Das was sucht, ist das Gesuchte“. Franziskus von Assisi
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